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Aufkohlen

Unter dem Begriff Aufkohlen versteht man das Anreichern des Randbereichs eines Werkstücks mit Kohlenstoff. Dafür wird in den Öfen eine Atmosphäre mit einem erhöhten Kohlenstoffgehalt (ca. 1,0 %) erzeugt. Dies ist bei Stählen mit einem niedrigen Kohlenstoffgehalt notwendig, um die Härtbarkeit im Randbereich zu verbessern.
Das Einsatzhärten ist eine Kombination aus Aufkohlen und anschließendem Härten. Dabei wird eine harte Randschicht mit einem weicheren, zäheren Kernmaterial erzeugt. Die Tiefe der harten Randschicht (Einsatzhärtungstiefe CHD (alt: Eht)) ist, da der Prozess diffusionsgesteuert ist, abhängig von der Aufkohlungszeit, der Temperatur und dem Material.

Carbonitrieren ist eine Unterart des Einsatzhärtens. Dabei wird zusätzlich zum Kohlenstoff Ammoniak in die Ofenatmosphäre eingeleitet. Dies verbessert die Härtbarkeit von niedriglegierten Stählen.
Unter Blindhärten versteht man das Härten eines Bauteils, das bereits in einem separaten Prozessschritt aufgekohlt wurde. Dies bietet die Möglichkeit, vor dem Härten Bereiche des Bauteils spanend zu bearbeiten und damit die aufgekohlte Schicht zu entfernen. Diese Bereiche bleiben nach dem Härten weich.
Für die oben beschriebenen Verfahren stehen H+W fünf Mehrzweckkammeröfen, um größere Aufkohlungstiefen zu realisieren, zwei Topföfen zur Verfügung.

  • Das Aufkohlen findet in Mehrzweckkammeranlagen des Herstellers IVA statt.
  • Auch in den großen Topföfen können Teile mit großen Stückzahlen aufgekohlt werden.

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